Hochzeitsgedicht

Die Hochzeitsglocken läuten,
es strahlt das junge Paar,
das kann nur eins bedeuten,
heut’ wird ein Wunder wahr.

Einst wollt’ sie Model werden,
im Kleid aus Samt und Seid’,
das schönste Kleid auf Erden
ist nun ihr Hochzeitskleid.

Wie stolz der Bräutigam ist
auf seine schöne Frau!
Dass dies hier monogam ist
das sieht man ganz genau.

Sie reichen sich die Hände,
hier spricht nicht Gut und Geld,
ihr Lächeln – das spricht Bände,
ist nicht von dieser Welt.

Die Hochzeitsglocken läuten,
der Pfarrer schließt den Bund,
so viel kann sie bedeuten,
die lang ersehnte Stund’.

Der Ring an ihrem Händchen
ist diamantbestückt,
Freunde singen ein Ständchen,
das Paar lauscht ganz entrückt.

Einst wollt’ sie Model werden,
im Kleid aus Samt und Seid’,
das schönste Kleid auf Erden
ist nun ihr Hochzeitskleid.

Ein kleines Bäuchlein schmückt
sie leicht, fast unerkannt,
und unsäglich beglückt
sucht sie nach seiner Hand.